Archiv für Genealoge

Unterlagen sortieren mit System

Die Befragung von Familienangehörigen kommt lässt einen schnell den Überblick verlieren. Dabei ist es sehr wichtig Notizen zu Aussagen, Daten und Informationen anzufertigen.

Am besten führt man einen Hefter und gibt jedem Familienmitglied einen Namen. Jede Familie sollte ihren eigenen Ordner bekommen. Die wichtigsten Punkte dieser Gespräche notiert man sich und heftet sie erst mal ab. Nach und nach bekommt man viele Informationen zusammen. Diese Ordnung erleichtert die spätere Arbeit und man kann das Geschriebene nachlesen und ggf. unklare Punkte erneut besprechen. Wer möchte, dann in diesem Zusammenhang auch Geschichten und Erlebnisse aufschreiben. So kommt zum reinen Datengerüst auch etwas Leben mit in die Familiengeschichte.

Die Systematik
Um alle seine Vorfahren wiederzufinden existiert ein einfaches und wirkungsvolles System, das Ordnung in seine Vorfahren bringt. Stephan Kekulé von Stradonitz erfand 1898 eine Ahnennummerierung, die bis heute weltweit Anwendung findet. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man dieses Ordnungssystem als Ahnentafel-Atlas oder Nummerierung nach Kekulé.

Ahnen Nummerierung nach Kekulé
Der Ausgangspunkt der Ahnenliste ist man selbst oder derjenige, von dem die Ahnenliste ausgeht. Diese Person erhält die Nummer 1. Die Eltern bekommen die Nummern 2 und 3. Hierbei ist zu beachten, daß alle männlichen Vorfahren immer eine gerade Zahl und die weiblichen Vorfahren eine ungerade Ahnennummer erhalten. Demnach ist also der Vater die Nummer 2, die Mutter die Nummer 3. In der nächsten Generation ist die Großelterngeneration, folglich die Nummern 4-7. Hier haben die Großeltern väterlicherseits die Nummern 4 und 5, die Großeltern mütterlicherseits die Nummern 6 und 7. So geht es dann Generation für Generation weiter. Eine Verdoppelung der Nummern plus 1 ergibt die nächste Generation.

Wie beginnt man seine Familienforschung?

Sicher hielt jeder schon einmal einen alten Schuhkarton oder eine Zigarrenkiste von seinen Großeltern in der Hand, gefüllt mit alten Bildern und Schriftstücken. An langen Winterabenden, an denen sie uns Geschichten über diese Bilder erzählten. Streng daherschauende Damen mit weiten Hüten und schweren Kleidern, Männer mit großen Zylindern und Spitzbart, die steif vor einem Ungetüm von Blumenvase standen, schauten uns von diesen Bildern an. Das alles waren Geschichten aus einer anderen Zeit. …

Jahre später entdeckt man in alten Kommoden und Kisten diese alten Schätze der Kindheit wieder. Das Interesse an der eigenen Vergangenheit und an den Ahnen wurde geweckt. Jedoch sind heute viele Geschichten verschwommen und der Zusammenhang fehlt. Nun ist es an uns dieses Puzzle zu vervollständigen. Doch die alles entscheidende Frage bleibt: „Wie beginnt man jetzt die Ahnenforschung“?

Jetzt beginnt ein Hobby, das einen zeitlebens begleiten wird.

Befragen von Verwandten
Am Anfang aller Forschungen steht das Zusammentragen von Unterlagen der Familie. Sofern möglich können Eltern und Verwandte nach Daten befragt werden, die relavant sein können. Dazu gehören:

– Urkunden über Eltern, Großeltern und Urgroßeltern vorhanden ist (Geburtsurkunde, Sterbeurkunde, Stammbuch, Hochzeitsdaten, Kinder etc.)
– Gibt es Aufzeichnungen von einem Familienmitglied, das bereits geforscht hat?
– Was gibt es weitere Verwandte und wo leben diese?

Zusammengefasst: Es muss jede Ressource ausgeschöpft und das Ergebnis notiert werden, damit es nicht verloren wird. Auch wenn manche Dinge belanglos erscheinen. Je mehr Daten über die Vorfahren vorhanden sind, desto genauer kann eine Übereinstimmung festgestellt werden.

Quelle: vgl. Rolf Nowak (c)

Ahnenforschung

Die Ahnenforschung ist in vielen Familien verbreitet. Irgendwann stellt sich die Frage – wo komme ich her – wo gehe ich hin. Da wir oft nur unsere Großeltern und vielleicht nocht Urgroßeltern kennen ist es schwer weiter hinaus zu gehen. Es gibt zwar Standesämter, Krichenbücher – jedoch macht sich kaum einer die Mühe und schlägt alles nacht. Umso mehr ist es eine Freude, wenn jemand sich über Jahre hinweg mit seiner Ahnenforschung befasst. Manfred Feinauer hat dies getan und ist dabei zu vielen Rathäusern in der Region gefahren und hat auch mehrmals Einblick in alte Schriften genommen. Die Hilfe der Mormonen, die aus religiösen Gründen Ahnenforschung betreiben haben ihm dabei auch sehr geholfen. Die Mormonen haben eine große Datenbank. In ihrer Glaubensüberzeugung gibt es Erlösung für die entschlafenen Seelen nur für jene, um die man persönlich bettet und derer namentlich gedenkt. So ist die Arbeit der Mormonen eine große Hilfe in der Ahnenforschung meines Großvaters gewesen.

Was ist Ahnenforschung heute?
Mit Hilfe des Internets lassen sich viele Datenbanken schnell erschließen. Metasuchmaschinen können Namen filtern und online-Software kann ganze Stammbäume erstellen. Das ist hilfreich. Ein Stammbuch oder eine Aufschrift im Kloster ersetzt dies nicht, da jeder nur seinen Stammbaum einträgt. Und dieser ist oftmals schnell erschöpft, weil er bereits bei den Großeltern oder Urgroßeltern endet.

Träumt nicht jeder von einem Stammbaum, der komplett ist von der Wurzel bis zu einem selbst, seinem eigenen Spross? Die Baumkrone ist unzählig groß und doch gibt es für einen selbst einen Hauptast, eine Wurzel. Ich erinnere mich an meinen Stammbaum. Dieser reicht bis ins Jahr 1200 zurück. Er ist an seiner äußersten Stelle 10 Meter lang aber keine 30 cm tief. Das bedeutet, dass ein Stammbaum sehr schnell in die Breite geht – die Tiefe jedoch recht schmal bleibt.

Neue Webseite online!

Nach einer langen Ruhepause wurde nun im Zuge eines Hoster-Wechsels die Webseite überarbeitet. Die bisherige Seite blieb nach dem Tod von Manfred Feinauer stehen und wurde jetzt mehrere Jahre nicht aktualisiert. Da diese Webseite ein interessantes Thema hat und auch Bedeutung für andere Genealogen hat werde ich die Webseite mit weiteren Informationen füllen. In Erinnerung an meinen Opa habe ich diese Webseite umgestellt. Leider ist die Ahnenforschung ein zeitintensives Hobby oder auch Lebensaufgabe. Daher gibt es keine täglichen Änderungen. Ich würde mich dennoch über Erfahrungsberichte und Hinweise freuen. Vorallem zum Namen Feinauer.

Die Aufzeichnungen von meinem Opa sind noch vollständig erhalten und digital gesichert. Sollten Fragen bestehen gibt es sicher eine Möglichkeit der Zusammenarbeit.