Die (Wir) Hohenloher!

Das Völkchen der Hohenloher sei ein „umgänglicher, robuster und gesunder Menschenschlag“ heißt es.

Da nennt man die berühmten, furchteinflößenden Hohenloher Zuchtbullen zärtlich „Hummele“, die Kälber „Moggelich“ und die Ferkel „Säulich“. Tierisch kommen auch winzige Weiler um Kocher und Jagst daher. Kälberbach, Wolfsölden und Großhirschbach zum Beispiel, und wer Glück hat, findet auch Ochsental und Mausberg am Wegesrand.

In Gaisbach befindet sich das in zwischen weltbekannte Museum Würth.

Den besonderen Reiz der Hohenloher Landschaft bilden inmitten all der ländlichen Idyllen die zahllosen Burgen und Schlösser, sowie die kleinen, schmucken Residenzstädtchen.

Den besten Überblick auf die fruchtbare Hohenloher Ebene haben wir vom Aussichtspunkt in Waldenburg; 100 Stufen führen auf den ‚Lachnersturm‘. Dieser Ausblick lohnt sich! Unter dem Bergsporn breitet sich das Land gen Norden und Osten scheinbar platt wie ein Pfannkuchen aus, von so schmalen Tälern durchzogen, daß man sie von hier oben kaum erkennen kann. Nach Westen schmiegen sich Rebhänge bis zum Horizont.

Im Waldenburger Rathaus aber geht es ausgesprochen urig zu. Hier kann man im Urweltmuseum Urlurche und Saurier bestaunen, und auch erfahren, wie das heute so liebliche Ländle vor Millionen von Jahren beschaffen war.

Nur wenige Kilometer entfernt liegt das ehemalige Residenzstädtchen Neuenstein der Grafen von Hohenlohe mit dem von Efeu umrankten Wasserschloß, in dem die Besucher bei den Führungen eine kräftige Brise hochherrschaftlicher Lebensart schnuppern dürfen.

In nicht allzu ferne Vergangenheit entführt das Freilichtmuseum Wackershofen bei Schwäbisch Hall. Kaum zu fassen, daß dieses dörfliche Idyll am Rand der Waldenburger Berge erst vor wenigen Jahren als Museumsdorf mit Originalgebäuden entstand – so gewachsen wirkt das Ensemble, samt Federvieh, Schafen, Kühen und der lokalen Borstenviehrasse, dem „Hällischen Landschwein“. Es enthält unter anderem Bauernhäuser, Backhäusle, Sägmühle, Handwerksbetriebe, Dorfkapelle und natürlich einem prächtigen Gasthof. Die Einkehr in den „Roten Ochsen“, ein Gasthof aus dem 18. Jahrhundert, empfiehlt sich erst nach der Besichtigung – die gemütliche Gaststube und der kleine Biergarten laden geradezu zum „Verhocken“ ein.

Genug Zeit sollte auf jeden Fall für einen Bummel durch das Gassengewinkel
von Schwäbisch Hall bleiben! Städtebaulicher Glanzpunkt ist der Marktplatz. Von der feingeschwungenen Barockfassade des alten Rathauses leicht ansteigend geht’s zur mächtigen Hallenkirche „Sankt Michael“, zu der die 54 Stufen der berühmten, breit
ausladenden Freitreppe hinaufführen.

Eine besonders reizvolle Strecke führt über Braunsbach in das still-verwunschene Ländchen, dort wo sich Kocher und Jagst ganz nahe kommen. Es ist einfach umwerfend schön, wie das waldumkränzte, majestätische Schloß Langenburg, über der Jagst thront. Nicht weniger reizvoll sind die Ausblicke vom Schloßpark weit über das Tal. Das kleinste Gebäck der Welt „die Wibele“ stammt übrigens von Langenburg, dort hat sie der Bäckermeister Wibel vor über 225 Jahren erfunden.

An der Tauber lockt das zierliche Städtchen Creglingen mit dem berühmten Marienaltar (1502/1505) von Tilman Riemenschneider.

Weiter geht’s, dem Wein entgegen. Durch kopfsteingepflastere Winzerorte mit viel Fachwerk und schönen alten Tauberbrücken kommen wir in das ehemalige Residenzstädtchen Weikersheim. Besonders um den Marktplatz mit den hervorspringenden barocken Zirkelbauten und dem fein behauenen Rokkokobrunnen
hat sich der Charakter einer kleinen Residenz erhalten. Der Rundgang durch das Weikersheimer Schloß mit dem fröhlichen Hofgarten samt anmutiger Orangerie, die steinernen Zwerge auf den Balustraden im Park, inmitten der bäuerlichen Tauberlandschaft, karikieren den Hofstaat des Grafen Carl Ludwig. Feinste fürstliche Wohnkultur wird im Schloß präsentiert.

Wann entdeckst Du Deine Heimat ?

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