Die Edlen von Veinau

Die Edlen von Veinau

Die Edlen von Veinau

Die Edlen von Veinau sind eines Stammes mit dem Geschlecht der Edlen von Bielriet. Sie sind den ältesten adligen Geschlechtern hiesiger Gegend beizuzählen und hatten ansehliche Besitzungen.

Schon 1057 finden wir einen Adelbert von Bielrieth, dieser tritt ins Kloster Comburg ein und verschenkt 1078 neben einem Teil der Burg Bielriet und halb Cröffelbach weitere erhebliche Besitzungen.

Die Burg der Edlen von Veinau stand im sogenannten Streitbusch auf der Gemarkung Veinau bei Schw. Hall.

1288 treten sie zum erstenmal in die Geschichte ein.

Nachdem sie zu Anfang des 14. Jahrhunderts ihre Besitzungen in Veinau verkauft hatten, ließen sie sich im Gebiet der Herren von Hohenlohe nieder und wurden deren Vasallen. Als diese bekommen sie reiche Lehen um Kocher und Jagst. Allein im Oberamt Künzelsau sind als Besitzungen erwähnt in Crispenhofen, Diebach, Dörzbach, Eichelshof, Hertwigsweiler (abgegangen), Guthof, Rohrtal (abgegangen), Ingelfingen, Zottishofen, Weissbach, Niedernhall und weitere Güter.

In einer Urkunde mit Datum vom 6.Jan.1288 erscheinen: Jutta von Veinau ux Marquard von Wüstenau Ottilie von Veinau ux Albrecht von Crailsheim , Heinrich von Veinau ux Adelheid, sie treten ihre Güter in Zottishofen und Ilshofen an ihre Schwester Gertrud von Veinau, Heinrich von Michelfeld’s Witwe ab. 1298 und 1305 sind Guta (Jutta) und Marquard von Wüstenau dort genannt.

1300 verkauft Conz von Veinau (Conradus dominus de Vinauwe) 1 1/4 Morgen Weinberg an Kloster Zimmern bei Ingelfingen. Die Übereignung findet 1314 statt.

1323/24 kauft Heinrich von Veinau das Gut Baumgarten (abgegangen) bei Michelfeld.

1352 werden Heinrich und Jutta sowie Konrad (Conz) von Veinau als Zeugen genannt.

1357 verkaufen Heinrich von Veinau und Jutta ein Gut in Crispenhofen an Kloster Schöntal.

1359 ist Heinrich von Veinau in einer Urkunde genannt.

1359 kauft Contz von Veinau die Hälfte von Laudenbach von Kraft von Hohenlohe.

1362 erscheint Conrad (Conz) von Veinau in einer Urkunde.

1364 verkauft Heinrich von Veinau Gut Baumgarten an Kloster Schöntal.

1365 verkaufen Gutta von Veinau ux Heinrich von Tullau eine Vogtei an Comburg.

1365 wird Heinrich von Veinau der ältere genannt.

1365 erscheinen Conrad (Conz) von Veinau mit seiner Hausfrau Hedwig von Neuenstein und ihrer Tochter Gutta (verh. mit Heinrich von Tullau).

1372 war das ritterliche Geschlecht von Veinau in Niedernhall besitzberechtigt.

1372 verkaufen Conrad von Veinau und Hedwig von Neuenstein Güter zu Niedernhall an Kloster Schöntal.

1381 waren Conrad (Conz) von Veinau und Hedwig von Neuenstein seine Hausfrau Lehnsherren der hohenloher Vogtei Ernsbach.

1385 Hedwig von Veinau und Seiz Seume verkaufen eine Wiese in Forst OA Gerabronn.

1391 den 11.Jan. Katharina von Bebenburg wird von Heinrich von Witzleben dem Domherrn von Würzburg auf die Güter von Cunz von Vynawe zu Forchtenberg und Weißbach angewiesen. (ux Hedwig von Neuenstein).

1391 sind Conz von Veinau ux Hedwig von Neuenstein zu Forchtenberg gesessen.

1392 hat Conz von Veinau (Vater von Guta und Katharina) die halbe Burg von Dörzbach als Limburgisches Lehen. Darin teilen sich die Schwiegersöhne Wiprecht von Thann ux Guta von Feinawe und Wilhelm von Klepsheim ux Katharine von Feinawe.

1412 kauft Wiprecht von Thann seinen Teil von seinem Schwager Wilhelm von Klepsheim.

1395 stiften Cunz von Veinau und Hedwig von Neuenstein eine ewige Messe zu Weißbach.

1398 ist Conrad von Veinau urkundlich erwähnt.

1399 verkaufen Konrad von Veinau ux Hedwig von Neuenstein 1/3 ihres Zehnten vom Weiler Eichholzen.

1400 verkaufen Conrad von Veinau und Wilhelm von Klepsheim einen Teil am Gericht und Vogtei zu Diebach.

1400 Kunz von Veinau der „ältere ux Hedwig von Neuenstein verkaufen einen Hof in Neunstetten.

1401 verkaufen Konrad von Veinau ux Hedwig von Neuenstein ihr Gut in Bechberg an das Kloster Schöntal.

1402 Anna von Veinau Nonne im Kloster Gnadental verzichtet auf ihre Rechte in Eichholz und Bechberg.

1402 Conz von Veinau ux Hedwig von Neuenstein werden von Ulrich von Hohenlohe mit Weißbach, dem Zehnten der Mühle und Kelter in Altenberg und Gütern zu Bechberg belehnt.

1405 Dietrich von Veinau’s Witwe verkauft ihren Hof zu Tullau an Comburg.

1406 ist Conz von Veinau in Diebach gesessen.

1411 Katharina von Veinau ux Wilhelm von Klepsheim und Sohn Hans verkaufen ihr Gut zu Ober Ginsbach an Götz von Aschhausen.

1412 am 23.Sept. verkaufen Katharina von Veinau ux Wilhelm von Klepsheim und Sohn Hans ihren Teil an der Burg Dörzbach samt Zubehör, sowie Güter zu Rohrtal und Rengershausen an Schwager Wiprecht von Thann.

1414 Cunz von Veinau verkauft seine Güter zu Weißbach an Albert von Hohenlohe.

1415 Guta von Veinau ux Wiprecht von Thann geben ab, 1/2 Diebach, Vogtei und Gericht Bechberg, ein Sieden in Niedernhall an Kloster Schöntal und erhalten dafür Schöntaler Güter in Dörzbach.

1416 Cunz von Veinau verkauft auch seinen Teil am Gericht und Vogtei in Weißbach

1416 Guta von Veinau ux Wiprecht von Tanne verkaufen an Kloster Schöntal noch die andere Hälfte Gericht und Vogtei von Bechberg.

1416 den 29.Sept. Guta von Veinau ux Weiprecht von Tann zu Dörzbach geben im Tausch an den Abt von Schöntal ein Sieden in Niedernhall

1416 Guta von Veinau ux Wiprecht von Tanne zu Dörzbach tauschen 1/2 Diebach mit Dörzbach (Kloster Schöntaler Rechte),(Sohn Peter).

1417 Cunz von Veinau verkauft Hertwigsweiler (heute Guthof) an Albrecht von Hohenlohe. (Um 1750 war Johann Martin Feinauer Gutsherr auf dem Guthof).

1420 Kunz von Veinau verkauft seinen Anteil am Zehnten zu Crispenhofen an Hohenlohe.

1420 den 13.Mai übergeben Guta von Veinau ux Wiprecht von Tanne II gesessen zu Dörzbach an das Kloster Schöntal ihre Güter und Gülten zu Nieder-Diebach, Bechberg und Niedernhall und erhalten dafür Besitzungen des Klosters Schöntal in Dörzbach.

1420 Guta von Veinau ux Wiprecht von Tann vergleichen sich mit Kloster Schöntal wegen 2 Güter in Rohrthal und 2 Wiesen in Dörzbach.

1422 Guta von Veinau ux Johann von Bachenstein (Vater Marquard v.Bachenstein) verkaufen ein Sieden in Niedernhall an das Kloster Schöntal.

1424 Elisabeth von Veinau verkauft ein Gut zu Steinbach b. Crailsheim und den Hof Löffelstelz bei Jagstheim sowie den Garten bei der Veitswiese zu Crailsheim an ihren Onkel Heinrich Zehe.

1430 verkauft Elisabeth von Veinau auch die Hohenhardswiese zu Jagstheim an ihren Onkel Heinz Zehe.

1443 Peter von Tanne Sohn der Guta von Veinau verkauft seinen Hof zu Weißbach sowie Gärten und Gülten zu Crispenhofen an die Frühmesse zu Forchtenberg. Die Gemahlin von Peter von Tanne war eine Dame von Neuenstein.

Weitere Verwandte:

Grafen von Flügelau von Neuenstein von Klepsheim

von Tullau von Crailsheim von Wüstenau

von Bielriet von Michelfeld von Seume usw.

Manfred Feinauer im Mai 1995

Quellen : Württembergische Oberamtsbeschreibungen von 1824 -1886 der Oberämter Schw. Hall, Künzelsau, Crailsheim, Öhringen, Gerabronn, Weinsberg und Neckarsulm.

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