Bauernkrieg

Von Veinau – Feinauer im Bauernkrieg von 1476 bis 1525 – ein Überblick

Florian Geyer und Götz von Berlichingen und andere Edelleute

Florian vom edlen Geschlecht der Geyer von Geyersberg wohnte auf der Burg Giebelstadt, halbwegs zwischen Würzburg und Mergentheim. Er legte, wie Graf Rudolf von Werdenberg, den Rittermantel ab und trat freiwillig, als ihr Bruder, zu den Bauern über.

Auch der weit herum bekannte Ritter Götz von Berlichingen kam ins Lager der Bauern. Er trug sich den Bauern an, weitere Edelleute zu ihnen zu bringen, denn diese seien ebenso von den Fürsten bedrängt, wie die Bauern. Das Streben der Fürsten, die freien Ritter untertan zu machen, stand gegen den Willen der Adeligen, als freie Ritter auf ihren Gütern zu sitzen.

Götz und seine Brüder erließen ein Schreiben an die fränkische Ritterschaft, sich in vierzehn Tagen wohlgerüstet zu einer Versammlung einzufinden.

Auf dem Grünbühl, zwischen Waldenburg und Neuenstein, einem Signalpunkt des hohenloher Aufstandes, trafen die Grafen von Hohenlohe im freien Felde, mit den Hauptleuten der Bauern zusammen.

Götz von Berlichingen wird als oberster Hauptmann der Bauern genannt.
Florian Geyer’s „Schwarzer Haufe“ bildete aus erfahrenen Kriegsknechten und ehemaligen edlen Herren und Rittersleuten und Vasallen der Fürsten von Hohenlohe, den Kern der fränkischen Bauern. Unter ihnen finden wir auch die von Veinau, welche sich fortan Veinauer nannten; von den Schreibern Vynawer, Vinower, Feynawer, Feinaber, Feinawer, Veinower, Veynower, und weitere Variationen, Veinauer und zuletzt Feinauer geschrieben. Zweifellos handelt es sich bei allen um dasselbe Geschlecht.

In den zugänglichen Schriftwerken werden die edlen Ritter von Veinau sowie eine weitere Anzahl vom niederen Adel, aus Bequemlichkeit, als ausgestorben genannt.

Kirchenbücher wurden zu dieser Zeit noch nicht geführt, erst durch eine Verordnung der Evangelischen Kirche wurde 1556 damit begonnen. Die katholische Kirche ist diesem Beispiel 1563 gefolgt. Die Bücher wurden meistens von den Pfarrern selbst geschrieben und diese nahmen es, wie die Praxis zeigt, nicht immer so genau. Bei den Forschungen sind wir deshalb auch auf die Schätzbücher, Beetbücher (Steuerbücher) der Lehnsherren bzw. der Obrigkeit angewiesen.

Quellen:
‚Der große Bauernkrieg‘ von Wilhelm Zimmermann (1807-1878), Dietz Verlag
Berlin 1952.

‚Die Bürgerschaft von Schwäbisch Hall von 1395 bis 1600‘ von Gerhard Wunder,
Kohlhammer Verlag Stuttgart 1956.

Evangelische Kirchenbücher von Enslingen/Kocher ab 1561 und
Geislingen/Kocher ab 1586.

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